Aktivitätsbericht erschienen:
Digitaler TransformationsCampus (DTC) erweitert den Bildungsraum HfGG ins Digitale
Wie lernen Menschen, in einer komplexen und unsicheren Welt handlungsfähig zu bleiben – nicht trotz gesellschaftlicher Umbrüche, sondern mitten in ihnen? Diese Frage begleitet unsere Bildungsarbeit seit jeher. Mit dem nun erschienenen Aktivitätsbericht des Projekts „Digitaler TransformationsCampus“ (DTC) wird sichtbar, wie die Hochschule daran arbeitet, diesen Bildungsauftrag auch im Digitalen weiterzuentwickeln.
Seit 2024 entwickeln wir den Digitalen TransformationsCampus als Experimentier- und Lernraum für transformatives Lernen. Ausgangspunkt ist die Überzeugung, dass Bildung heute mehr leisten muss als reine Wissensvermittlung. In Zeiten ökologischer, sozialer und demokratischer Herausforderungen braucht es Bildungsformen, die Menschen dazu befähigen, ihre eigenen Perspektiven zu hinterfragen, Orientierung zu gewinnen und verantwortungsvoll zu handeln.
Die didaktische Grundlage des Projekts bildet die „Spirale des Transformativen Lernens“ von Silja Graupe und Lukas Bäuerle. Sie verbindet Reflexion mit Handlung und eröffnet Lernprozesse, die nicht bei Theorie stehen bleiben. Ziel ist eine Bildung, die Menschen befähigt, sich selbst in Beziehung zur Welt neu zu verstehen – und daraus konkrete Gestaltungsmöglichkeiten zu entwickeln. Was den DTC besonders macht, ist genau diese Verbindung von Welt, Wissenschaft und Erprobung: Aus gesellschaftlichen Herausforderungen entstehen Fragen. Wissenschaftliche Reflexion hilft dabei, diese Fragen zu vertiefen und einzuordnen. Und im digitalen Werkraum entstehen daraus neue Formen des Lernens, Denkens und Zusammenarbeitens.
Der Aktivitätsbericht zeigt, wie sich diese Idee seit Projektbeginn Schritt für Schritt entfaltet hat: durch die Entwicklung neuer Lernformate, den Aufbau digitaler Bildungsräume und die Arbeit an einer Didaktik, die Menschen nicht nur informiert, sondern zur Mitgestaltung ermutigt. Dabei versteht sich der DTC ausdrücklich nicht als Ersatz für Gemeinschaft und Präsenzlernen. Vielmehr erweitert er den Bildungsraum der HfGG ins Digitale – für Menschen, die gesellschaftliche Transformation verstehen und wirksam gestalten möchten, unabhängig von Ort und Zugang.
Gerade darin liegt eine zentrale Frage der kommenden Jahre: Wie können digitale Räume entstehen, die nicht Beschleunigung und Oberflächlichkeit verstärken, sondern Reflexion, Haltung und gemeinsames Lernen ermöglichen? Der Digitale TransformationsCampus ist ein Beitrag zu dieser Suche. Denn gesellschaftliche Gestaltung braucht nicht nur neue Technologien. Sie braucht Bildungsräume, in denen Menschen lernen, Verantwortung zu übernehmen, Widersprüche auszuhalten und gemeinsam an lebenswerteren Zukünften zu arbeiten.
Mehr zum Projekt und zum Digitalen TransformationsCampus: https://hfgg.de/impact/digitaler-transformations-campus
Das passiert aktuell:
Wissenschaftsminister besucht HfGG
Viola Gerlach und Tobias Kalt verstärken das Team
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