Hochschule für Gesellschaftsgestaltung vollzieht Führungswechsel
Koblenz, 9. April 2026
Als Hochschule für Gesellschaftsgestaltung haben wir den Übergang in eine neue institutionelle Entwicklungsphase eingeläutet. Mit Prof. Dr. Silja Graupe scheidet die Gründerin der Hochschule krankheitsbedingt aus der Leitung aus. Sie übergibt die Präsidentschaft an Prof. Dr. Lars Hochmann. Mit diesem Wechsel verbinden wir eine Schärfung unseres Profils als Bildungsbewegung.
Konstruktive Übergangsphase
In den vergangenen Monaten haben wir inmitten einer finanziell und organisatorisch anspruchsvollen Phase den Übergang von einer Gründungsleitung zu einer neuen Präsidentschaft erfolgreich gestaltet. Nach einem intensiven hochschulweiten Prozess zur Neuorientierung sowie einer erfolgreichen Spendeneinwerbung hat unser Senat Lars Hochmann einstimmig für die kommenden fünf Jahre zum Präsidenten gewählt. »Wir haben den idealen Kandidaten für die Präsidentschaft gefunden«, freut sich Prof. Dr. Antje Bruns, Generalsekretärin der Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft und externes Mitglied der Findungskommission. Niklas Baumann, unser studentischer Senator und Senatssprecher, führt aus: »Den Findungsprozess so stark mitgestalten zu können, war eine unglaublich bereichernde Erfahrung. Die Arbeit war intensiv und gleichzeitig hochschultypisch heiter.« Prof. Dr. Silja Graupe wird weiterhin Professorin der HfGG bleiben.
Bisher Erreichtes
In nur elf Jahren seit unserer staatlichen Anerkennung hat sich die Hochschule für Gesellschaftsgestaltung zu einem Leuchtturm transformativer Bildung und Wissenschaft entwickeln können. »Von praktisch null an haben wir akademisches Lehren und Lernen, gesellschaftsrelevante Forschung und den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft neu definieren und für sie ein innovatives institutionelles Setting schaffen können, das seines Gleichen sucht«, freut sich Silja Graupe. »Während die meisten vor zehn Jahren noch dachten, ein solch mutiges Bildungsprojekt könne nie gelingen, gelten wir heute bereits als Vorreiterin und Vorbild. Das macht mich glücklich und stolz. Voll Zuversicht und Freude übergebe ich nun an meinen Kollegen Lars Hochmann, diesen eindrucksvollen Weg weiterzugehen und zu festigen.«
Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Vorsitzender der Findungskommission, ergänzt: »Nach elf Jahren hervorragender Pionierarbeit beginnt für die Hochschule jetzt eine neue Phase, in der sie auch weiterhin ganz besondere Bildungsakzente für Menschen in Gesellschaften im Umbruch liefert.«
Geschärftes Profil – Verantwortung neu definiert
Lars Hochmann, bislang Vizepräsident für Design und Impact, übernimmt die Präsidentschaft mit einem klaren Programm. Die HfGG wird zu einer Bildungsbewegung – mit einer Hochschule darin. Im Zentrum stehen zwei Vorhaben. Erstens will Lars die Hochschule zu einem Ort machen, dem Menschen aktiv angehören wollen – als Mitunternehmende, nicht nur als Mitarbeitende oder Eingeschriebene. Studierende erhalten eine Beratungsstimme im Präsidium, Alumni und Förderpartner:innen werden systematisch eingebunden. »Was diese Hochschule in den vergangenen Monaten orientiert hat, war ein gemeinsames Ziel. Diese Kraft will ich institutionell verankern.« Zweitens stellt er die Finanzierung auf ein neues Fundament. Was bislang durch persönliches Engagement der Gründerin und Präsidentin getragen wurde, soll künftig auf vier Säulen ruhen: Studienbeiträge, die im Generationenprinzip funktionieren – wer an der HfGG studiert, gibt den Studienplatz an die nächste Generation weiter. Spenden über eine breitere Fundraising-Architektur sowie Einnahmen aus Wirkungsprojekten in der Werkstatt und Bildungsangebote für Berufstätige. »Die HfGG ist eines der spannendsten Bildungsprojekte der letzten Jahre«, so Lars. »Darauf bauen wir auf und schaffen verlässliche institutionelle Lösungen mit geteilter Verantwortung.«
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