Warum sie uns hassen – Sexarbeitsfeindlichkeit
Lesung und Diskussion mit Ruby Rebelde
Wann: 03.12.2026 // 18:00 Uhr
Wo: Bistro der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung (Kornpfortstr. 15, Koblenz)
Wie: Eintritt auf Spendenbasis, keine Anmeldung notwendig
Veranstaltungssprache: Deutsch, englische Übersetzung möglich
Worum geht’s?
Sexarbeit ist ein gesellschaftliches Thema, über das viel gesprochen wird – und über das zugleich erstaunlich wenig bekannt ist. Zwischen Sexualmoral, feministischen Debatten, Menschenhandel, Selbstbestimmung und dem Schutz vor Ausbeutung liegen komplexe Fragen, die häufig stark polarisiert verhandelt werden.
Mit ihrem Buch „Warum sie uns hassen. Sexarbeitsfeindlichkeit“ öffnet Ruby Rebelde einen anderen Blick auf diese Debatte. Sie untersucht Sexarbeitsfeindlichkeit als eine Form von Diskriminierung, die auf eine lange Geschichte der Ausgrenzung und Verfolgung zurückblickt und bis heute Lebens- und Arbeitsrealitäten von Sexarbeiter:innen prägt.
Ruby Rebelde zeigt, dass Sexarbeitsfeindlichkeit nicht isoliert betrachtet werden kann. Sie fragt danach, wie sich entsprechende Positionen gesellschaftlich organisieren, welche Rolle Medien und Politik spielen und welche Verbindungen zwischen unterschiedlichen Akteur:innen der Anti-Sexarbeits-Bewegung bestehen. Damit richtet sich der Blick auch auf eine grundsätzliche demokratische Frage: Wie gehen wir als Gesellschaft mit Menschen und Lebensentwürfen um, die nicht in unsere Vorstellungen von Normalität passen?
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Mit der Veranstaltung möchten wir – die Beratungsstelle Roxanne, Pro Familia Koblenz und die HfGG – einen offenen Diskursraum schaffen, in dem unterschiedliche Perspektiven sichtbar werden und miteinander ins Gespräch kommen können. Wir möchten aufklären, Fragen ermöglichen und dazu beitragen, festgefahrene Vorstellungen zu hinterfragen – ohne komplexe Realitäten auf einfache Antworten zu reduzieren.
Im anschließenden Gespräch wollen wir diskutieren, Fragen stellen und darüber nachdenken, wie ein sexarbeitsinklusiver Feminismus aussehen kann und welche gesellschaftlichen Bedingungen Menschen brauchen, um selbstbestimmt und sicher leben und arbeiten zu können.
Who is who?
Ruby Rebelde lebt in Hamburg von Sexarbeit und politischer Bildungsarbeit zu Fundamentalismus, Rechtsextremismus, Feminismus und Transformation. Seit 2022 untersucht sie systematisch die Netzwerke und Kooperationen innerhalb der Anti-Sexarbeits-Allianzen. In ihrem Buch verbindet sie historische Beispiele, persönliche Erfahrungen, medienkritische Analysen und politische Einordnung.
ROXANNE – Beratungsstelle für Sexarbeiter:innen besteht seit 2009 in Trägerschaft von pro familia Koblenz e.V. Die Beratungsstelle bietet ein niedrigschwelliges Angebot für Sexarbeiter:innen in der Region Koblenz. Ihre Arbeit verbindet aufsuchende Beratung und Streetwork, individuelle Unterstützung in unterschiedlichen Lebenslagen sowie Netzwerkarbeit und die öffentliche Interessenvertretung für die Anliegen von Sexarbeiter:innen.
Die Hochschule für Gesellschaftsgestaltung (HfGG) ist ein Reallabor für transformative Bildung und Wissenschaften. Sie verbindet Fragen aus der Welt mit wissenschaftlicher Reflexion und gemeinsamem Erproben in der Praxis. Gesellschaftsgestaltung bedeutet dabei auch, bestehende Verhältnisse kritisch zu hinterfragen, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und Räume zu schaffen, in denen Menschen ihre eigenen Handlungsmöglichkeiten entdecken und erweitern können. Die Veranstaltung berührt zentrale Fragen der HfGG – nämlich jene nach gesellschaftlicher Teilhabe, Macht und Diskriminierung, nach demokratischer Kultur und nach der Möglichkeit, gesellschaftliche Verhältnisse gemeinsam zu verändern.
Das passiert aktuell:
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Commoning und Sein
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