Die beste aller möglichen Demokratien?
Zwei Veranstaltungen zu Demokratie, Mitgestaltung und gemeinsamem Problemlösen
Demokratie lebt davon, dass Menschen sich einbringen, miteinander sprechen, unterschiedliche Perspektiven kennenlernen und gemeinsam nach Lösungen suchen. Aber wie kann Demokratie konkret gestaltet werden? Und welche Formen demokratischer Mitwirkung sind dafür denkbar?
Das Kooperationsprojekt „Die beste aller möglichen Demokratien?“ der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung, der Universität Koblenz (Institut für Philosophie) und der VHS Koblenz lädt dazu ein, diesen Fragen in zwei aufeinander bezogenen Veranstaltungen nachzugehen. Dabei geht es nicht nur darum, über Demokratie zu sprechen, sondern sie selbst zu praktizieren: gemeinsam denken, argumentieren, Perspektiven wechseln, Entscheidungen erproben und die eigenen Vorstellungen im Austausch mit anderen weiterentwickeln.
Der Auftakt findet am 4. November 2026 in der VHS Koblenz statt: Wir setzen uns philosophisch mit unterschiedlichen Vorstellungen von Demokratie auseinander. Am 18. November 2026 werden diese Perspektiven an der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung in einem Planspiel praktisch erprobt.
Beide Veranstaltungen können unabhängig voneinander besucht werden. Wer an beiden Abenden teilnimmt, kann die gemeinsame Bewegung von der theoretischen Auseinandersetzung zur praktischen Erprobung unmittelbar miterleben.
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Welche Demokratie? Philosophische Perspektiven
Mittwoch, 4. November 2026, 18:00 Uhr
VHS Koblenz, Hoevelstraße 6, 56073 Koblenz
Für unsere Planung bitten wir um kurze Anmeldung per Mail an
Welche Vorstellungen verbinden wir eigentlich mit Demokratie? Und welche Möglichkeiten gibt es, demokratische Teilhabe und gemeinsames Entscheiden zu organisieren?
Ausgangspunkt des Abends ist das Demokratieverständnis, das die politischen Systeme in Deutschland und anderen westlichen Demokratien prägt: freie Wahlen, politische Repräsentation und deliberative Formen des Austauschs. Von dort aus öffnen wir den Blick für die Ideen, die Demokratien zugrunde liegen können und den demokratischen Formen, die daraus entspringen.
Dabei geht es nicht um eine Vorlesung über philosophische Theorien. Stattdessen wollen wir die verschiedenen Vorstellungen gemeinsam erkunden: Welche Gründe sprechen für bestimmte Formen demokratischer Organisation? Was ermöglichen sie – und wo liegen ihre Grenzen? Und was bedeutet es für unser eigenes Verständnis von Demokratie, wenn wir unterschiedliche Modelle miteinander vergleichen?
Im Zentrum steht das gemeinsame Gespräch. Philosophische Vorkenntnisse sind ausdrücklich nicht erforderlich. Wir verstehen das Philosophieren als eine Praxis, die allen offensteht: als Möglichkeit, Argumente auszutauschen, eigene Annahmen zu hinterfragen und gemeinsam genauer hinzusehen. Damit wird der Abend zugleich selbst zu einer Form demokratischer Praxis. Wir wollen nicht nur darüber sprechen, wie Menschen gemeinsam Probleme bearbeiten können, sondern diese Form des Austauschs miteinander erproben.
Die Veranstaltung bildet zugleich den Auftakt für den zweiten Abend am 18. November 2026 an der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung. Dort werden die gemeinsam erkundeten Demokratievorstellungen in einem Planspiel praktisch angewendet. Der Besuch des zweiten Abends ist jedoch keine Voraussetzung für die Teilnahme an dieser Veranstaltung.
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Demokratie – ein Planspiel
Mittwoch, 18. November 2026, 18:00 Uhr
Hochschule für Gesellschaftsgestaltung, Kornpfortstraße 15, 56068 Koblenz
Für unsere Planung bitten wir um kurze Anmeldung per Mail an
Wie fühlt es sich an, politische Entscheidungen aus einer anderen demokratischen Perspektive zu treffen? Und was verändert sich, wenn wir unsere eigenen Vorstellungen von Demokratie für einen Moment verlassen und eine andere Position einnehmen?
In diesem Planspiel werden unterschiedliche demokratische Modelle praktisch erprobt. Ihr schlüpft in unterschiedliche Rollen, die sich an den Demokratievorstellungen orientieren, die zuvor im ersten Teil der Veranstaltungsreihe gemeinsam erkundet wurden. Anschließend bearbeitet ihr ein konkretes politisches Szenario und versucht, innerhalb ihrer jeweiligen demokratischen Rolle zu gemeinsamen Entscheidungen zu kommen.
Die Themen für das Planspiel greifen dabei aktuelle Fragen auf, die Menschen in Koblenz beschäftigen. Sie werden im Vorfeld über eine Umfrage gesammelt und bilden die Grundlage für die Entwicklung der Szenarien.
Im Anschluss werten wir die Erfahrungen und Ergebnisse gemeinsam aus: Was hat funktioniert? Wo entstanden Konflikte? Welche Formen der demokratischen Entscheidungsfindung haben welche Möglichkeiten eröffnet? Und was lässt sich daraus über demokratische Mitgestaltung lernen?
Das Planspiel ist als eigenständige Veranstaltung konzipiert. Vorkenntnisse oder die Teilnahme am ersten Abend sind nicht erforderlich. Wer beide Veranstaltungen besucht, kann jedoch die Entwicklung von der gemeinsamen philosophischen Erkundung verschiedener Demokratieverständnisse bis zu ihrer praktischen Erprobung unmittelbar miterleben.
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Wer führt durch die Abende?
Werner Moskopp ist außerplanmäßiger Professor am Institut für Philosophie der Universität Koblenz. Sein Forschungsschwerpunkt liegt in der normativen Ethik und dem Pragmatismus. Er leitet seit mehr als 20 Jahren Philosophiekurse und das „Sonntags-Symposion“ an der VHS Koblenz.
Robin Wehe ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung im Bereich Ökonomie und Philosophie. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der wirtschaftsphilosophischen Bedeutung demokratischer Teilhabe und republikanischen Perspektiven auf die Demokratisierung von Wirtschaft und Arbeit.
Das passiert aktuell:
Studien-Info-Abend
Commoning und Sein
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