Schnupperseminare im Wintersemester 2026/2027
Dein Einblick ins Studium an der HfGG
Wie lässt sich eigentlich herausfinden, ob ein Studium wirklich zu einem passt?
Modulbeschreibungen und Studienverlaufspläne geben oft nur einen Ausschnitt wieder. Sie zeigen Inhalte – aber selten, wie sich ein Studium anfühlt: Welche Fragen werden verhandelt? Wie wird gemeinsam gelernt? Und wie organisiert sich das studentische Leben im Alltag?
Deshalb öffnen wir unsere Seminare und laden Dich ein, die HfGG aus nächster Nähe kennenzulernen!
Beim Schnupper-Studium kommst Du nach Koblenz und nimmst an einem unserer Seminarblöcke teil – ganz regulär, gemeinsam mit Studierenden. So bekommst Du einen konkreten Einblick in unsere Form des Lernens zwischen Welt, Wissenschaft und Werkstatt.
Vor Ort begleitet Dich eine Ansprechperson, hilft Dir bei der Orientierung und zeigt Dir auch unser Studi-Haus in unmittelbarer Nähe zur Hochschule. Je nach Verfügbarkeit kannst Du dort übernachten und an der gemeinschaftlichen Verpflegung teilnehmen – und so auch das Zusammenleben als Teil des Studiums erleben.
Wenn Du Dich für ein Studium an der HfGG interessierst und herausfinden möchtest, ob dieser Lern- und Gestaltungsraum zu Dir passt, schreib uns gern an:
Komm dazu und bring Dich ein!
Deine Schnupperseminare im Winter (Details siehe unten):
Hinweis: Unsere Schnupperseminare stehen allen Studieninteressierten offen – unabhängig davon, für welchen Studiengang Du Dich interessierst. Auch Schüler:innen und Berufstätige sind willkommen.
Die Seminar dauern sofern nicht anders angegeben jeweils von 9:00 – 17:00 Uhr
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Mo. 19.10.2026 – Di 20.10.2026
Gegenwart reflektieren
Prof. Daniela Gottschlich
Du verschaffst dir einen Überblick über Ökonomisierungsprozesse und sozial-ökologische Herausforderungen: Klimakrise, Biodiversität, instabile Finanzsysteme, Urbanisierung, Armut und Exklusion, einschließlich der organisierten Widerstände dagegen. Zugleich prüfst du die Reichweite ökonomischer Standardtheorien. Und du nimmst den Studiengang selbst in den Blick, mitsamt seinen blinden Flecken.
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Do. 05.11.2026 – Fr. 06.11.2026
Nachhaltigkeit und Systemwandel
Prof. Tobias Kalt
Ernährung, Verkehr, Wohnen, Energie und Care: In diesen Feldern suchst Du nach Hebeln sozial-ökologischer Transformation und stößt dabei auf fossile Beharrungskräfte, Verzögerungsdiskurse und autoritäre Gegenprojekte. Vergesellschaftung und alternative Eigentumsmodelle stehen ebenso auf dem Programm wie neue demokratische Institutionen, Transformationsallianzen und Gestaltungsperspektiven jenseits von Kipppunkten.
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Do. 05.11.2026 – Fr. 06.11.2026
Theoretische Vertiefungen zur Innovationspraxis
Prof. Lars Hochmann
Unternehmen sind Produkt und Produktion kulturellen Wandels zugleich. Daraus folgt ein neues Verständnis gesellschaftlicher Verantwortung von Unternehmen. Über intensive Lektüre erarbeitest Du dir das Vokabular der Praxistheorie – Praktiken, implizites Wissen, Körper und Materialität, Routinisierung, Subjektivierung – und wendest es auf Modernisierungsprozesse an, wie zum Beispiel Beschleunigung, Technisierung, Kommerzialisierung oder Medialisierung.
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Do. 12.11.2026 – Sa. 14.11.2026 (am 14.11. Ende um 14:00)
Imagination und Zukunftsfähigkeit (4FutureLabs)
Prof. Silja Graupe & Judith Ritter-Davis
Vorstellungskraft ist keine Zugabe zum Denken, sondern seine Bedingung. Du erschließt dir multiparadigmatische Theorien der Imagination und fragst, wie Zukunftsbilder entstehen, wirken und wovon sie geprägt sind – von wissenschaftlichen Diskursen über mediale Bilder bis hin zu Krisennarrativen. In Zukunftswerkstätten sowie künstlerischen und leiblichen Übungen arbeitest Du an den eigenen Bildern: Du prüfst, verschiebst, entwirfst neu und beziehst sie auf Dein eigenes Handeln.
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Mo. 30.11.2026 – Di. 01.12.2026
Paradigmenwechsel im ökonomischen Denken
Valentin Sagvosdkin, Alexander Repenning, Hannah Heller
Paradigmen wechseln nicht von selbst. Ausgehend von Kuhn verschaffst du dir einen Überblick über die großen Schulen, von der Klassik über Institutionalismus, Marx, Neoklassik und Keynesianismus bis zu ökologischer und feministischer Ökonomik, und entfaltest sie an ein bis zwei wirtschaftspolitischen Feldern wie Wachstum, Verteilung oder Beschäftigung. Grundbegriffe wie Knappheit oder Externalität werden dabei denaturalisiert.
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Do. 03.12.2026 – Fr. 04.12.2026
Transformationskonflikte
Prof. Daniela Gottschlich
Transformation erzeugt Konflikte – und braucht sie. Du typisierst Verteilungs-, Anerkennungs- und Wertkonflikte, analysierst Akteurskonstellationen, Interessenlagen und hegemoniale Narrative und lernst, Konflikt als Gestaltungsressource zu lesen. Partizipative, mediative und deliberative Verfahren kommen hinzu, und mit ihnen die unbequeme Frage nach der eigenen Rolle: Positionierung, Parteilichkeit, Neutralität.
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Mo. 14.12.2026 – Di. 15.12.2026
Neue Ökonomien Organisationsdemokratie
Matthias Kaspar
Hier geht’s um die großen Gegenstände – zugeschnitten in Absprache mit dem Jahrgang. Mögliche Schwerpunkte sind urbane und rurale Transformation, Biodiversität und Klimagerechtigkeit, Gemeinsinn-Ökonomie, kooperative Wirtschaftsformen und Commoning, Geld und Sustainable Finance oder Care-Ökonomie und Gendergerechtigkeit.
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Do. 17.12.2026 – Fr. 18.12.2026
Zukünfte entwerfen
Judith Ritter-Davis & Sören Altsteadt (einen halben Tag vormittags am 18.02.)
Wirtschaftliches Handeln richtet sich auf eine Zukunft, die niemand kennt. Wie wird dann entschieden? Du untersuchst fiktionale Erwartungen, Narrative und Imaginationen als Koordinationsmechanismen – in Geld, Innovation und Krise – und markierst die Grenzen ökonomischer Erklärungskraft gegenüber prinzipiell Unvorhersehbarem. Die Frage nach der Gestaltbarkeit von Imaginationen führt dich zurück auf die eigenen Zukunftsbilder.
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Mo. 18.01.2027 – Di. 19.01.2027
Neue Ökonomien: Faschisierung und mögliche emanzipatorische Antworten
Lemon Banhierl und Andrea Dieck aus der Vergesellschaftungsbewegung
Zwei Semester für die großen Gegenstände unserer Zeit – zugeschnitten in Absprache mit dem Jahrgang. Mögliche Schwerpunkte sind urbane und rurale Transformation, Biodiversität und Klimagerechtigkeit, Gemeinsinn-Ökonomie, kooperative Wirtschaftsformen und Commoning, Geld und Sustainable Finance oder Care-Ökonomie und Gendergerechtigkeit. In dieser Veranstaltung wird der Fokus u.a. auf antifaschistischer Wirtschaftspolitik liegen.
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Mo. 18.01.2027 – Di. 19.01.2027
Plurale Vertiefung ökonomischen Denkens – Wirtschaft- und Organisationsdemokratie
Michael Pfundstein, Markus Buckenmayer
Denn warum beschränkt sich die demokratische Organisation der Gesellschaft fast ausschließlich auf die „politische Sphäre“? Wird die Frage was, wie und für wen produziert wird, nicht vor allem in den Unternehmen entschieden, die größtenteils nicht demokratisch geführt werden? Dass Wirtschaft auch demokratisch organisiert sein könnte, deuten sowohl die historische Ideengeschichte als auch jüngste theoretische Konzepte und nicht zuletzt erfolgreiche Praxisbeispiele an.
Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Wirtschafts- und Organisationsdemokratie“ möchten wir mit euch vertieft in diese Fragen einsteigen und die folgenden Ansätze diskutieren. Dabei werden wir einerseits praktische Beispiele unter die Lupe nehmen, und andererseits schauen, welche Hinweise für neue Praktiken in theoretischen Arbeiten schlummern:
- Ansätze demokratischer Wirtschaftspolitik; z.B. demokratische Planung, Regulation und der Einsatz von Bürger:innenräten
- Regionale-/sektorale Wirtschaftsräte; z.B. Transformationsräte
- Organisationsdemokratie; z.B. stakeholderbasierte Unternehmensräte, neutralisiertes Kapital
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Do. 21.01.2027 – Fr. 22.01.2027
Neue Ökonomien: Geldtheorien
Elsa Egerer
Zwei Semester für die großen Gegenstände – zugeschnitten in Absprache mit dem Jahrgang. Mögliche Schwerpunkte sind urbane und rurale Transformation, Biodiversität und Klimagerechtigkeit, Gemeinsinn-Ökonomie, kooperative Wirtschaftsformen und Commoning, Geld und Sustainable Finance oder Care-Ökonomie und Gendergerechtigkeit.
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Mo. 01.02.2027 – Di. 02.02.2027
Brände, Bunker und Billionäre: Gesellschaftliche Ungleichheiten in der ökologischen Krise (Plurale Vertiefung ökonomischen Denkens)
Prof. Tobias Kalt
Als im Sommer 2026 Waldbrände durch Südwestfrankreich zogen, verloren die Bewohner*innen eines Dorfes ihre Häuser, während die Feuerwehr die Villen auf der benachbarten Halbinsel verteidigte. Andernorts bauen Superreiche private Schutzbunker in Neuseeland und entwerfen Pläne für eine Flucht auf den Mars. Die ökologische Krise ist kein gemeinsames Schicksal der Menschheit, denn Verantwortung, Betroffenheit und Schutzmöglichkeiten sind ungleich verteilt, global ebenso wie innerhalb von Gesellschaften. Mit Ansätzen der Politischen Ökologie und Politischen Ökonomie untersuchen wir, wie ökologische Krise und gesellschaftliche Ungleichheiten zusammenhängen. Wir fragen, wer die Krise verursacht und wer sich ihr entziehen kann, wer die Rechnung bezahlt und wer an ihr verdient. Und wir diskutieren, wie eine gerechte Transformation aussehen könnte.
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Di. 16.02.2027 – Do. 18.02.2027 (am 18.02. Ende um 14:00)
Geschichte verstehen (Ostasienschwerpunkt)
Prof. Silja Graupe & Angela Geisler
Gegenwart wird lesbar, wenn man ihre Herkunft kennt. Im Denkraumseminar rekonstruierst du, wie zentrale Begriffe, Leitbilder, Denkformen und Menschenbilder entstanden sind und was sie bis heute mit sich führen. Historische und interkulturelle Kontraste dienen als Dehnungsräume: Sie machen Kontingenz, Brüche und verdrängte Alternativen sichtbar – und damit die Möglichkeitsräume der Gegenwart.
Das passiert aktuell:
Orientierungswoche 2026
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