Schnupperseminare
im Sommersemester 2026
Dein Einblick ins Studium an der HfGG
Wie lässt sich eigentlich herausfinden, ob ein Studium wirklich zu einem passt?
Modulbeschreibungen und Studienverlaufspläne geben oft nur einen Ausschnitt wieder. Sie zeigen Inhalte – aber selten, wie sich ein Studium anfühlt: Welche Fragen werden verhandelt? Wie wird gemeinsam gelernt? Und wie organisiert sich das studentische Leben im Alltag?
Deshalb öffnen wir unsere Seminare und laden Dich ein, die HfGG aus nächster Nähe kennenzulernen!
Beim Schnupper-Studium kommst Du nach Koblenz und nimmst an einem unserer Seminarblöcke teil – ganz regulär, gemeinsam mit Studierenden. So bekommst Du einen konkreten Einblick in unsere Form des Lernens zwischen Welt, Wissenschaft und Werkstatt.
Vor Ort begleitet Dich eine Ansprechperson, hilft Dir bei der Orientierung und zeigt Dir auch unser Studi-Haus in unmittelbarer Nähe zur Hochschule. Je nach Verfügbarkeit kannst Du dort übernachten und an der gemeinschaftlichen Verpflegung teilnehmen – und so auch das Zusammenleben als Teil des Studiums erleben.
Wenn Du Dich für ein Studium an der HfGG interessierst und herausfinden möchtest, ob dieser Lern- und Gestaltungsraum zu Dir passt, schreib uns gern an:
Komm dazu und bring Dich ein!
Deine Schnupperseminare im Sommer (Details siehe unten):
Hinweis: Unsere Schnupperseminare stehen allen Studieninteressierten offen – unabhängig davon, für welchen Studiengang Du Dich interessierst. Auch Schüler:innen und Berufstätige sind willkommen.
So sind die Tage zeitlich aufgebaut:
Tag 1: 9:00 – 17:00
Tag 2: 9:00 – 17:00
Tag 3: 9:00 – 14:00
1. Politische Ökonomie der Globalisierung
Christopher Olk
Mo. 27.04. (Beginn 9:00 Uhr) – Mi. 29.04.2026 (Ende 14:00)
2. Ökonomie, Macht und politische Gestaltung
communia e.V.
Do. 07.05. (Beginn 9:00 Uhr) – Sa. 09.05.2026 (14:00)
3. Nachhaltigkeit und Systemwandel
Daniela Gottschlich
Do. 07.05. (Beginn 9:00 Uhr) – Sa. 09.05.2026 (14:00)
4. Politische Ökonomie der Globalisierung
Christopher Olk
Mo. 11.05. (Beginn 9:00 Uhr) – Mi. 13.05.2026 (14:00)
5. Kulturgeschichte der Ökonomie
Walter Ötsch
Do. 11.06. (Beginn 9:00 Uhr) – Sa. 13.06.2026 (14:00)
6. Institutionen der Ökonomie und ihre Theoretisierung
Stephan Panther
Di. 26.05. (Beginn 9:00 Uhr) – Mi. 27.05.2026 (Ende 14:00)
7. Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit
Tobias Kalt
Do. 25.06. (Beginn 9:00 Uhr) – Sa. 27.06.2026 (14:00)
8. Ökonomie, Macht und politische Gestaltung
communia e.V.
Do. 16.07. (Beginn 9:00 Uhr) – Sa. 18.07.2026 (14:00)
Details:
1. Politische Ökonomie der Globalisierung
Christopher Olk
Mo. 27.04. (Beginn 9:00 Uhr) – Mi. 29.04.2026 (Ende 14:00)
BA
Die grenzüberschreitende Vernetzung wirtschaftlicher Aktivitäten hat den letzten Jahrzehnten massiv zugenommen, nahezu alle Sektoren erfasst und dabei erheblich verändert. Seit ihren Ursprüngen hat sich kapitalistische Wirtschaftsordnung in mehreren Wellen der Globalisierung immer wieder ausgedehnt. Diese Wellen sind mit verschiedenen Formen von Kolonialismus und Imperialismus verwoben. Dabei gingen und gehen wichtige progressive Transformationen oft von den Rändern des globalen Systems aus. Eine globale Perspektive ist also unerlässlich, um die gegenwärtigen Krisen und Gestaltungsperspektiven der globalen Wirtschaft zu verstehen. Zugleich ist die ökonomische Globalisierung in jüngster Vergangenheit in eine Mehrfachkrise geraten, die viele Gewissheiten in Frage stellt. Zur schon länger anhaltenden Legitimationskrise der (neo)liberalen Weltwirtschaftsordnung gesellen sich Handelseinbrüche infolge von Finanzkrisen und Lieferkettenprobleme in der Corona-Pandemie. Zudem kommt es verstärkt zu handelspolitischen Konflikten zwischen und innerhalb von Staaten, die zwar einerseits auf die politische Gestaltbarkeit von Globalisierung verweisen, anderseits aber primär von rechtspopulistischen Bewegungen aufgegriffen werden und zunehmend die Form von kriegerischen Blockkonflikten annehmen. Über alldem schweben die existenziellen ökologischen Krisen, die eine tiefgreifende Transformation unserer strukturell nicht-nachhaltigen Wirtschaftsweise verlangen, welche die Folgen der verschiedenen Krisen global extrem ungleich verteilt. Diese vielfältigen Dynamiken setzten etablierte globalisierte Wirtschaftspraktiken und die westliche globale Hegemonie materiell und diskursiv massiv unter Druck.
Vor diesem Hintergrund wollen wir uns der Politischen Ökonomie von (De-)Globalisierungsprozessen annähern und dabei ausgehend von empirischen Entwicklungstrends und Handelstheorien nach konkreten Gestaltungs- und Zukunftsperspektiven fragen.
In diesem Seminar werden wir immer wieder zwischen Theorie und Empirie hin und her wandern, um unser Verständnis der globalen Wirtschaft schrittweise zu vertiefen. Wir wollen verschiedene Theorien überprüfen und dafür im Seminar mit empirischen Daten arbeiten. Im 2. Block werden wir konkrete Reformoptionen diskutieren.
In beiden Blöcken werden wir intensiv mit Texten arbeiten.
2. Ökonomie, Macht und politische Gestaltung
communia e.V.
Do. 07.05. (Beginn 9:00 Uhr) – Sa. 09.05.2026 (14:00)
BA
Macht und Machtverhältnisse sind ein Grundphänomen in wirtschaftlichen Prozessen und eine zentrale Analysekategorie in vielen etablierten Sozialwissenschaften. Trotzdem spielen Machtverhältnisse oder Machtbegriffe in vielen wirtschaftswissenschaftlichen Theorien und Diskursen eine eher untergeordnete Rolle. Macht wird in der Lehrbuchökonomie systematisch ausgeblendet, da Machtverhältnisse in der neoklassischen Ontologie und Epistemologie als Kategorie keinen Platz haben. „Märkte“ sind in den einführenden Lehrbüchern als Sphäre der freien und rationalen Verfolgung von Interessen konzipiert und stellen
per Definition machtfreie Räume dar. Im Gegensatz dazu ist Politik und der Staat die Sphäre der Macht, ihrer Begrenzung, ihres Missbrauchs und der demokratischen Kontrolle.
Als Kontrapunkt dazu machen wir Macht in diesem Seminar zum zentralen Thema und nähern uns der Rolle von Macht in Staat und Ökonomie aus verschiedenen Perspektiven an. Wir stellen die Machtfrage dabei in mehrfacher Hinsicht: Was ist Macht? Wer oder was übt sie aus? Aus welchen Quellen speist sich ökonomische Macht? Wer hat die Macht zur
Gestaltung der Ökonomie? Kann man sich der Macht entziehen? Welche Macht liegt im Staat und lässt sie sich zur Veränderung nutzen? Und ist eine Ökonomie ohne Macht möglich?
3. Nachhaltigkeit und Systemwandel
Daniela Gottschlich
Do. 07.05. (Beginn 9:00 Uhr) – Sa. 09.05.2026 (14:00)
MA
„Eine andere Welt ist notwendig. Eine andere Welt ist möglich. Eine andere Welt ist im Entstehen“ – dieses Zitat von Grace Lee Boggs et al. (2005) strukturiert das Seminar und unsere Spurensuche nach dem „system change“. Bei dieser Spurensuche bedienen wir uns eines Methodenmixes und wechseln dabei von Textarbeit zu Gruppenübungen sowie von Inputs zu Arbeitsphasen allein, zu zweit und im Plenum.
4. Politische Ökonomie der Globalisierung
Christopher Olk
Mo. 11.05. (Beginn 9:00 Uhr) – Mi. 13.05.2026 (14:00)
BA
Die grenzüberschreitende Vernetzung wirtschaftlicher Aktivitäten hat den letzten Jahrzehnten massiv zugenommen, nahezu alle Sektoren erfasst und dabei erheblich verändert. Seit ihren Ursprüngen hat sich kapitalistische Wirtschaftsordnung in mehreren Wellen der Globalisierung immer wieder ausgedehnt. Diese Wellen sind mit verschiedenen Formen von Kolonialismus und Imperialismus verwoben. Dabei gingen und gehen wichtige progressive Transformationen oft von den Rändern des globalen Systems aus. Eine globale Perspektive ist also unerlässlich, um die gegenwärtigen Krisen und Gestaltungsperspektiven der globalen Wirtschaft zu verstehen. Zugleich ist die ökonomische Globalisierung in jüngster Vergangenheit in eine Mehrfachkrise geraten, die viele Gewissheiten in Frage stellt. Zur schon länger anhaltenden Legitimationskrise der (neo)liberalen Weltwirtschaftsordnung gesellen sich Handelseinbrüche infolge von Finanzkrisen und Lieferkettenprobleme in der Corona-Pandemie. Zudem kommt es verstärkt zu handelspolitischen Konflikten zwischen und innerhalb von Staaten, die zwar einerseits auf die politische Gestaltbarkeit von Globalisierung verweisen, anderseits aber primär von rechtspopulistischen Bewegungen aufgegriffen werden und zunehmend die Form von kriegerischen Blockkonflikten annehmen. Über alldem schweben die existenziellen ökologischen Krisen, die eine tiefgreifende Transformation unserer strukturell nicht-nachhaltigen Wirtschaftsweise verlangen, welche die Folgen der verschiedenen Krisen global extrem ungleich verteilt. Diese vielfältigen Dynamiken setzten etablierte globalisierte Wirtschaftspraktiken und die westliche globale Hegemonie materiell und diskursiv massiv unter Druck.
Vor diesem Hintergrund wollen wir uns der Politischen Ökonomie von (De-)Globalisierungsprozessen annähern und dabei ausgehend von empirischen Entwicklungstrends und Handelstheorien nach konkreten Gestaltungs- und Zukunftsperspektiven fragen.
In diesem Seminar werden wir immer wieder zwischen Theorie und Empirie hin und her wandern, um unser Verständnis der globalen Wirtschaft schrittweise zu vertiefen. Wir wollen verschiedene Theorien überprüfen und dafür im Seminar mit empirischen Daten arbeiten. Im 2. Block werden wir konkrete Reformoptionen diskutieren.
In beiden Blöcken werden wir intensiv mit Texten arbeiten.
5. Kulturgeschichte der Ökonomie
Walter Ötsch
Do. 11.06. (Beginn 9:00 Uhr) – Sa. 13.06.2026 (14:00)
BA
– Einführung in die Kulturgeschichte, Wissenssoziologie und Theorien des kulturellen Wandels;
– Überblick über kulturelle Wandlungsprozesse der letzten Jahrhunderte und zentrale kulturhistorische Kategorien;
– Kulturhistorische Einführung in den Wandel ökonomischer Praxis und Wissenschaft und ihrer Interdependenz;
– Die Bedeutung von Metaphern und Narrativen für das menschliche Denken allgemein sowie in ihrem Einfluss auf die Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft;
– Die Bedeutung von Veränderungen im ökonomischen Denken für gesellschaftliche Transformationsprozesse, insbesondere im Kontext einer ökonomisierten Gesellschaft.
6. Institutionen der Ökonomie und ihre Theoretisierung
Stephan Panther
Di. 26.05. (Beginn 9:00 Uhr) – Mi. 27.05.2026 (Ende 14:00)
BA
Das Modul „Institutionentheorie“ will die von mir so bezeichnete „dritte Tradition“ der Wirtschaftstheorie der letzten 200 Jahre – neben Marxismus und den liberalen Theorien mit dem dominanten Marginalismus / Mainstream – vertiefen und für Überlegungen zur Transformation fruchtbar machen: historische Schule, Originärer Institutionalismus, Wirtschaftssoziologien.
Das Modul hat vier Teile:
Teil 1: Fragen zur Geschichte der historisch-institutionalistischen-soziologischen Tradition
Teil 2: Vergleichende Kapitalismusforschung
Teil 3: Analytische Kernkonzepte
Teil 4: Institutionen und Wandel/Transformation
7. Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit
Tobias Kalt
Do. 25.06. (Beginn 9:00 Uhr) – Sa. 27.06.2026 (14:00)
BA
Aufbauend auf den in Block 1 und 2 erarbeiteten Grundlagen zu Klimagerechtigkeit richten wir in Block 3 den Blick nach vorne und beschäftigen uns mit gegenwärtigen Antworten auf die Klimakrise. Klar ist: es braucht systemische Veränderungen, um die Klimakrise zu bearbeiten und ihre Folgen abzumildern. Aber wie kann eine klimagerechte Transformation aussehen? Ziel des Blocks ist es, unterschiedliche Transformationspfade kennenzulernen und vor dem Hintergrund von Klima(un)gerechtigkeit zu diskutieren.
Zu Beginn des Blocks setzen wir uns mit unterschiedlichen theoretischen Perspektiven auf ökologische Transformation auseinander und wenden wir uns anschließend verschiedenen gegenwärtigen Transformationsprojekten und -szenarien zu. Lange Zeit galt ein Grüner Kapitalismus als wahrscheinlicher Entwicklungspfad. Dieser zielt darauf ab, die ökologische Krise durch technologische Innovation, Marktmechanismen und neue Investitionsfelder innerhalb kapitalistischer Wachstumsökonomien zu bearbeiten. Reformorentierte Projekte wie der Green New Deal gehen darüber hinaus und versuchen, den ökologischen Umbau mit sozialstaatlichen Maßnahmen, öffentlichen Investitionen und einer aktiven In-dustriepolitik zu verbinden. Während noch vor einigen Jahren grüne Transformationspfade politisch wahrscheinlicher schienen, beobachten wir in jüngerer Zeit verstärkt einen fossilen Backlash und Tendenzen der Faschisierung als autoritäre und reaktionäre Antworten auf eine blockierte Transformation, die auf der gewaltsamen Verteidigung der imperialen Lebensweise beruhen. Schließlich wenden wir uns emanzipatorischen Ansätze wie Degrowth und Ökosozialismus zu, die einen grundlegenden System Change anstreben, sowie feministischen und dekolonialen Projekten wie Care Revolution oder Buen Vivir, die alternativen Vorstellungen.
8. Ökonomie, Macht und politische Gestaltung
communia e.V.
Do. 16.07. (Beginn 9:00 Uhr) – Sa. 18.07.2026 (14:00)
BA
Macht und Machtverhältnisse sind ein Grundphänomen in wirtschaftlichen Prozessen und eine zentrale Analysekategorie in vielen etablierten Sozialwissenschaften. Trotzdem spielen Machtverhältnisse oder Machtbegriffe in vielen wirtschaftswissenschaftlichen Theorien und Diskursen eine eher untergeordnete Rolle. Macht wird in der Lehrbuchökonomie systematisch ausgeblendet, da Machtverhältnisse in der neoklassischen Ontologie und Epistemologie als Kategorie keinen Platz haben. „Märkte“ sind in den einführenden Lehrbüchern als Sphäre der freien und rationalen Verfolgung von Interessen konzipiert und stellen
per Definition machtfreie Räume dar. Im Gegensatz dazu ist Politik und der Staat die Sphäre der Macht, ihrer Begrenzung, ihres Missbrauchs und der demokratischen Kontrolle.
Als Kontrapunkt dazu machen wir Macht in diesem Seminar zum zentralen Thema und nähern uns der Rolle von Macht in Staat und Ökonomie aus verschiedenen Perspektiven an. Wir stellen die Machtfrage dabei in mehrfacher Hinsicht: Was ist Macht? Wer oder was übt sie aus? Aus welchen Quellen speist sich ökonomische Macht? Wer hat die Macht zur
Gestaltung der Ökonomie? Kann man sich der Macht entziehen? Welche Macht liegt im Staat und lässt sie sich zur Veränderung nutzen? Und ist eine Ökonomie ohne Macht möglich?
Das passiert aktuell:
Zur Zukunft der Arbeit
Studien-Info-Abend
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