Die Präsidentin der HfGG, Prof. Dr. Silja Graupe, wird ihr Amt vorzeitig übergeben
Mit großem Bedauern gibt die Hochschule für Gesellschaftsgestaltung bekannt, dass ihre Präsidentin, Prof. Dr. Silja Graupe, ihr Amt zu Beginn des Sommersemesters aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig niederlegen wird. Dieser Schritt fällt ihr – und der gesamten Hochschule – nicht leicht.
Silja Graupe gehört seit der Gründung 2014 zu den prägenden Kräften der HfGG. Als Philosophin und Ökonomin mit außergewöhnlicher Visionskraft hat sie nicht nur die inhaltliche Ausrichtung der Hochschule entscheidend gestaltet, sondern auch deren Geist: den Mut, neues Denken zu wagen, und den Wunsch, Gesellschaft aktiv mitzugestalten. Viele Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter verbinden mit ihr nicht nur eine Leiterin, sondern eine inspirierende Persönlichkeit, die Menschen neue Wege zeigt und wachsen lässt. „Die Fähigkeit, in jeder auch noch so schwierigen Situation eine Vision für eine bessere Zukunft entwickeln zu können, ist nicht nur bemerkenswert, sie ist ansteckend und hat mich verändert. Dafür bin ich sehr dankbar,“ erläutert Prof. Dr. Stephan Panther, langjähriger Vizepräsident und seit 2016 an der Hochschule.
Über viele Jahre hinweg hat Silja Graupe die Strukturen der Hochschule mit uns allen und vielen weiteren helfenden Händen und Köpfen praktisch aus dem Nichts aufgebaut, stabilisiert und weiterentwickelt – mit einer Mischung aus Beharrlichkeit, klarem Blick und großer Menschlichkeit. Unter ihrer Verantwortung gelang es uns, die HfGG auf ein solides Fundament zu stellen, Fördernde zu gewinnen und partnerschaftliche Netzwerke zu schaffen. Dies war nur durch einen außergewöhnlich großen und das normale Maß weit übersteigenden Einsatz möglich, für den wir sehr dankbar sind.
So sehr wir bedauern, dass Silja Graupe nun die Leitung abgeben muss, so sehr freuen wir uns, dass sie der HfGG als Professorin erhalten bleiben wird, und so ihren Beitrag zu Lehre und Forschung auch in Zukunft einbringen wird – als Denkerin, als Kollegin, als Mensch. Insbesondere wird sie dabei ihr öffentliches Wirken nochmals stärken und hierfür ihre so besondere persönliche Geschichte, ihrer philosophische Schärfe und ihre Passion für die Erneuerung der Bildung in innovativen Formaten neu bündeln.
Für die Hochschule beginnt nun eine Phase des Übergangs und der Neuorientierung. Die Mitglieder der HfGG werden diese Zeit im Sinne der Werte gestalten, die sie gemeinsam mit Silja Graupe geprägt haben: Vertrauen, Verantwortung und Gestaltungsfreude. Der Senat hat am 16. Februar eine Findungskommission eingesetzt, um zeitnah eine geeignete Nachfolge zu finden. Bereits im Dezember wurde das Präsidium durch Prof. Dr. Lars Hochmann als Vizepräsident für Design und Impact verstärkt und in strategischen Fragen wird es seit Januar durch Prof. Dr. Uwe Schneidewind als Berater unterstützt. Der Senat empfiehlt der Findungskommission eine interne Ausschreibung und sieht in Lars Hochmann einen geeigneten Kandidaten für die Nachfolge als Präsident der Hochschule. Lars Hochmann hat seine grundsätzliche Bereitschaft zur Übernahme des Amts erklärt.
Der notwendige Übergang in der Leitung der Hochschule erfolgt jedoch in einer Phase besonderer finanzieller Herausforderungen für die Hochschule. Die Hochschulleitung und die gesamte Hochschule werden sich deshalb in den nächsten Wochen mit einer außerordentlichen Kampagne für die Einwerbung der erforderlichen Mittel für den Erhalt der Hochschule einsetzen.
Diese entscheidende Phase wird noch von Silja Graupe als Präsidentin geleitet werden. Die Amtsübergabe ist für Anfang des Sommersemesters vorgesehen.
Das passiert aktuell:
Die Präsidentin der HfGG, Prof. Dr. Silja Graupe, wird ihr Amt vorzeitig übergeben
Uwe Schneidewind neuer strategischer Begleiter
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