Mit unseren Hochschulprojekten wollen wir gesellschaftlichen Wandel vorantreiben, indem wir mit unserer Wissenschaft und Bildung mitten in der Gesellschaft wirken. Hier findest Du eine spannende Auswahl an Projekten, die an unserer Hochschule realisiert werden.

Projekt „Abpflastern“
Maßnahmen gegen Hochwasser, Hitze und Artensterben – initiiert von Prof.in Dr.in Daniela Gottschlich und Prof. Dr. Lars Hochmann setzt sich die HfGG mit dem Projekt „Abpflastern“ für das systematische und gemeinschaftliche Entsiegeln von Böden ein. Gerade im Zuge der Klimaanpassung wird die Notwendigkeit einer Schwammstadt immer deutlicher. „Zusätzlich nutzen wir das Thema Entsiegelung, um mit den Studierenden Fragen nach Teilhabe, sozialer und ökologischer Gerechtigkeit, kommunaler Resilienz sowie der Versorgungsinfrastruktur wie Wohnen, Mobilität und Ernährung aus vielfältigen Perspektiven zu bearbeiten“, so Daniela Gottschlich. Schließlich entsprechen Gemeinschaftsaktionen wie diese dem Grundgedanken des hochschulischen Bildungskonzepts: dem Transformativen Lernen und sind ein Beispiel, wie Gesellschaftsgestaltung in Studium und Praxis funktioniert. Es stärkt Menschen in ihrer Motivation, gemeinsam sinnstiftend in der Welt tätig zu werden, und stellt jede:n Einzelne:n in den Mittelpunkt des Lernens.
HIER gelangst du zur vollständigen Projektseite mit weiteren Infos zum Wettbewerb und zur 14-tägigen Ringvorlesung.

Neues Zertifikatsprogramm „Inklusionsmanagement“ an der HfGG
Häufig wird als Ziel sozial-ökologischer Transformation ein gutes Leben für alle angegeben. Eine solche inklusive Gesellschaftsgestaltung ist komplex und braucht einen langen Atem – nicht zuletzt angesichts der baulichen, digitalen, soziokulturellen und mentalen Barrieren, die dafür überwunden werden müssen.
Gemeinsam mit Dialogue Social Enterprise GmbH (DSE) und Expert:innen mit Behinderung hat die HfGG das Bildungsprogramm „Inklusionsmanagement“ entwickelt. Teilnehmende, die sich zu Inklusionsmanager:innen weiterbilden, erhalten theoretische Grundlagen zu Fragen von Inklusion und erwerben im praktischen Austausch Handlungskompetenz, wie die Inklusion von Menschen mit Behinderung in Unternehmen gelingen kann.

Anthro- und androzentrismuskritische Auswertung von Klima-Policy-Dokumenten für den vierten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung
Für eine Expertise für den vierten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung werten die Master-Studierenden Laura Ortloff und Michelle Geiter zusammen mit Prof. Dr. Daniela Gottschlich, Dr. Andrea Vetter (BTU Cottbus) und Lina Hansen maßgebliche diskursleitende Dokumente deutscher Klima- und Nachhaltigkeitspolitik sowie Forschungsförderprogramme deutscher Bundesministerien aus.
Ihre systematische Untersuchung verspricht, mehr Sicht- und Belegbarkeit für Anthropozentrismus und Androzentrismus in der technikfixierten Bearbeitung der sozial-ökologischen Krise zu schaffen. Die Expert:innen erheben eine empirische Basis, um klimapolitische Programme und Strategien gleichstellungsorientierter und geschlechtergerechter auszurichten. Die Expertise der HfGG hat somit intersektionalen und gesellschaftsgestalterischen Impact: in den Wirkungsfeldern Klima- und Gleichstellungspolitik.

Was ist Geld? Ein digitales Lernmodul zur Geldbildung
Was ist Geld eigentlich, wie funktioniert es, welche Formen von Geld gibt es – und warum sieht unser aktuelles Geldsystem so aus, wie es heute ist? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt unseres neuen digitalen Lernmoduls.
Dieses Modul, entwickelt von Elsa Egerer und der HfGG, bietet euch eine spannende Einführung in diese komplexe Thematik. Mit dem Ausbau unserer digitalen Lernangebote möchten wir unsere Bildungsinhalte einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen. Schon bald werdet ihr weitere Informationen zu neuen Modulen und Inhalten erhalten.
HIER könnt ihr das Modul ausprobieren und weitere Infos erhalten.

HfGG meets Koblenzer Wochen der Demokratie
Zum sechsten Mal werden im Mai und Juni die Koblenzer Wochen der Demokratie durchgeführt. Vermittelt werden soll: Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit! Vielmehr müssen ihre Grenzen immer wieder neu ausgelotet und Demokratie selbst gepflegt, diskutiert und verteidigt werden. Die Hochschule für Gesellschaftsgestaltung beteiligt sich 2024 mit mehreren Formaten am Programm der Koblenzer Demokratiewochen und stellt diese unter das Motto Zukunftsnarrative und Demokratisierung!
Einerseits geht es darum, zwei Formen der Demokratiegefährdung zu analysieren und entgegenzuwirken: In einem Multiplikator:innen-Workshop (29.05.24 // 17:00h) in Kooperation mit dem ISSO-Institut und dem Beirat für Migration & Integration der Stadt Koblenz vermittelt Prof. Walter Ötsch Hintergründe zu rechtspopulistischem und rechtsradikalem Denken und Sprechen und gibt Tipps zum Umgang mit belastenden Gesprächen in diesem Kontext. Eine zweite Bedrohung demokratischer Verhältnisse geht vom ungebremsten Wirken von Marktkräften aus. Darüber sprechen Prof. Stephan Panther und Prof. Oliver Schlaudt im Rahmen eines Campus Talks (08.06.24 um 14:00h). Höchste Zeit – so die These – die Denkrichtung zu ändern und zu überlegen, wie unsere Wirtschaft zum Erhalt von Demokratie beitragen kann, statt einem abstrakten ‚Markt‘ zu dienen.
Andererseits geht es darum, aktiv die Bildung von demokratischen, gerechten und nachhaltigen Zukünften anzugehen. So befähigen wir Menschen zur Entwicklung positiver Narrative und ermutigen sie zur Gestaltung lebenswerter Zukünfte. Dazu führen wir zwei sogenannte 4FutureLabs durch: Eines zum Thema “Demokratie der Zukunft” für interessierte Personen jeden Alters (12.06.24 // 17:00h) und eines zum Thema “Zukünfte junger Menschen in der Region Koblenz” (11.07.2024 // 10:00h) für eine jüngere Zielgruppe im Alter zwischen 17-27 Jahren. Zudem veranstalten wir ein öffentliches “World Café zu klimagerechten Zukünften” (08.06.24 // 10:30h) und eine studentische Projektgruppe lädt zum “Forum-Theater zum Thema Klimagerechtigkeit” (08.06.24 // 17:00h).
Sowohl der Workshop zum Umgang mit rechtspopulistischer Kommunikation als auch die beiden 4FutureLabs werden vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert.

Schlüsseltexte der Ökonomik des 21. Jahrhunderts
„Die Lehre für die Wirtschaft von morgen darf nicht nur mit Texten von vorgestern arbeiten”, so der Ausgangspunkt des Projekts „Aktuelle Schlüsseltexte zur Wirtschaft von morgen“ an der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung.
Hierfür identifizierten wir zunächst zentrale Texte der politischen Ökonomie im 21. Jahrhundert auf der Grundlage einer umfassenden Recherche, bibliometrischen Analyse sowie einer Umfrage. Das Themenfeld „Politische Ökonomie” fassen wir weit und beziehen im Sinne des interdisziplinären Leitbilds der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung Beiträge aus verschiedenen Disziplinen ein. Neben der diskursiven und wissenschaftlichen Relevanz der Texte ist unser zentrales Auswahlkriterium die Befähigung zur Gestaltung der Wirtschaft von morgen. Dabei leitet uns unsere Vision einer nachhaltigen Welt.
Das Projektziel ist es, aktuelle Debatten und zentrale Buchpublikationen in die Lehre zu integrieren und dies über die Erarbeitung von öffentlich zugänglichen Lehrmaterialien auch andernorts zu ermöglichen.
Das Projekt „Aktuelle Schlüsseltexte zur Wirtschaft von morgen“ wurde von der Canopus Stiftung mitinitiiert.
Projektlaufzeit: Mai 2022 bis Dezember 2024
Projektleitung: Prof. Dr. Stephan Panther, Projektbearbeitung: Elsa Egerer
Förderpartnerin: Canopus-Stiftung]

4FutureLabs. Die Bildungsinnovation zur Gestaltung lebenswerter Zukünfte
Unsere 4FutureLabs sind innovative (präsentische und digitale) Bildungsangebote für Schulen, Universitäten, die Lehrkräftebildung sowie die Weiterbildung, durch die Lernende positive handlungsleitende Zukünfte imaginieren und das notwendige Ziel- und Transformationswissen zu deren Realisierung erwerben.
Darüber hinaus schaffen unsere TransformationLabs auch für Unternehmen, Gewerkschaften und zivilgesellschaftliche wie politische Organisationen Gestaltungsräume, in denen heutige Entscheidungsträger:innen mit der NextGen Geschichten des Gelingens nachhaltigen Wandels mitsamt ihren ansonsten verborgenen Sinnstiftungen, Werten und Motivationen aufspüren, wirkungsvolle Erzählformen und Narrative für Veränderungen entwickeln sowie wesentliche tektonische Kräfte institutioneller Erneuerung entdecken und nutzbar machen können.
Interessiert? Dann schreibe eine Mail an . Außerdem gibt’s in diesem Flyer und im Aktivitätsbericht mehr Informationen zu den 4FutureLabs.

Kooperation zwischen dem 1. FC St. Pauli und der HfGG
Den Fußballverein FC St. Pauli und die Hochschule für Gesellschaftsgestaltung verbindet mehr, als ein flüchtiger Blick zunächst vermuten lässt: Beide spielen in einem Umfeld, in dem fremde Logiken von Ökonomisierung und Kapitalisierung zunehmend das Spiel kapern. Ein anderer Fußball ist möglich, eine andere Bildung und Wissenschaft auch.
Hinterfragen und anders machen ist im Grunde ganz leicht – nur praktisch nicht immer. Deshalb gab es im Sommersemester 2023 die erste Zusammenarbeit zwischen FC St. Pauli und HfGG. Drei Studierende aus dem Master ÖVI (Ökonomie – Verantwortung – Institutionsgestaltung) unterstützten den Verein bei der Neuausrichtung seiner Nachhaltigkeitsstrategie. Im anschließenden Wintersemester 2023/24 haben fünf Studierende den 1. FC St. Pauli bei der Planung, Durchführung und Nachbereitung eines Kongresses mit über 200 Teilnehmenden unterstützt. Student Kilian Chaunière war dabei und findet: „Der Kongress war eine explosive Bildungskooperation, die mir einen kräftigen Schub für meine eigenen Prozesse verliehen hat.“
Diese besondere Bildungskooperation gelang unter der Leitung von Prof. Dr. Lars Hochmann, Professor und Studiengangsleiter an der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung. Hier kommt auch der Ansatz der Transdisziplinarität und Partizipation her, stets nach dem Motto ‚Betroffene zu Beteiligten‘ machen. Lars Hochmann: „Wir gehen rein, wollen verstehen und dabei unterstützen, wirklich etwas zu verändern. Wir nennen das ‚transformatives Lernen‘.“
Aufbauend auf diesen tollen Erfahrung haben vier Studierende des Masters anschließend an die Konferenz über mehrere Monate die Segelabteilung des FC St. Pauli bei ihrem Erneuerungsprozess begleitet.

Ernährungswende in der Region Koblenz
Wir vernetzen Akteur:innen, die das Ernährungssystem in der Region mit- und umgestalten wollen. Wir schaffen Anlässe zum Austausch und zur gegenseitigen Beratung.
Gemeinsam mit anderen gesellschaftsgestaltenden Initiativen, Vereinen, Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Akteur:innen begleiten wir die Arbeit an einer Wende hin zu einer nachhaltigen und sozial gerechten Ernährung in Koblenz und Region. Schon vor dem Umzug der Hochschule nach Koblenz bearbeitete der BUND Koblenz das Themenfeld gesunder & klimafreundlicher Ernährung u.a. mit seinem Arbeitskreis Klima & Ernährung. Durch eine gemeinsame Ringvorlesung im Dezember 2022 in Kooperation mit RENNwest/ELAN e.V., BUND Koblenz und der Lokalen Agenda 21 Trier bekam die Arbeit an einer ‚Ernährungswende‘ neuen Schub. Seitdem folgten Vernetzungstreffen und –workshops im März 2023 (Themenschwerpunkt „Vision für 2029“), im Mai 2023 (Themenschwerpunkt „Ernährungsräte“), im September 2023 (mit dem Umweltamt der Stadt Koblenz und dem Ernährungsrat Köln) und im März 2024. Im Mai 2024 beteiligte sich die Initiative an einer landesweiten Aktion zum deutschen Erdüberlastungstag: Als Aktionsbündnis „Rheinland Pfalz bewegt was” wurden Forderungen zum Weichenstellen für eine Ernährungswende an die Landes- und Bundesregierung von Initiativen und Organisationen aus ganz Rheinland-Pfalz in Form einer gemeinsamen Videobotschaft gesammelt. Diese wurde am 2. Mai an Klimaschutzministerin Katrin Eder übergeben und mit ihr diskutiert.
Gemeinsam mit dem regionalen Fachpromotor für öko-soziale Beschaffung beim BUND Koblenz verstetigen wir diese Arbeit. Ziel ist es, als Vernetzungsplattform für regionale Akteur:innen und Zivilgesellschaft zu fungieren, das Thema und Formate der Zusammenarbeit mit anzuschieben, Input zu geben und Ideen zu bündeln. Weitere Exkursionen & Veranstaltungen sind in Planung.
Mit der Initiative sind wir Teil des Gemeinschaftswerks Nachhaltigkeit.
Du hast Fragen zur Vernetzung oder möchtest in unseren Verteiler aufgenommen werden? Dann schreibe eine Mail an .
2023

Forschungsprojekt „Finanzwende für Resilienz und Nachhaltigkeit“ (FIRN)
Wie kann der Finanzsektor dazu beitragen, dass eine sozial-ökologische Transformation gelingt? Dieser offenen Forschungsfrage widmete sich das Forschungsprojekt „Finanzwende für Resilienz und Nachhaltigkeit“ (FIRN). Ausgehend von einer Vielzahl von Interviews und Gesprächsrunden mit Personen aus Praxis und Forschung wurde der Diskurs zu Sustainable Finance kritisch beleuchtet sowie konkrete Gestaltungsvorschläge erarbeitet.
Das Forschungsprojekt wurde durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Förderschwerpunkt „Sozial-ökologische Forschung“ der Strategie „Forschung für Nachhaltigkeit (FONA)“ gefördert.
Im Folgenden finden Sie einen Überblick über akademische Veröffentlichungen und Medienbeiträge.
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- Egerer, Elsa; Freydorf, Christoph; Panther, Stephan: DIW-Vierteljahresheft „Sustainable Finance im Schatten klimatischer Kipppunkte: Finanzwende oder Greenwashing“ (Herausgeberschaft)
- Dimmelmeier, Andreas; Egerer, Elsa (2023): Das Transformationspotential des deutschen Sustainable Finance Diskurses: Eine Einschätzung auf Basis von Logiken und Frames
- Egerer, Elsa (2023): Eine wirkungsorientierte Finanzmarktstrategie zur Reduktion von Treibhausgasemissionen – Ergebnisse aus dem FIRN-Projekt;
Freydorf, Christoph (2023): Sozialökologische Ziellogik als Herausforderung für Sustainable Finance am Beispiel einer Pro-Kopf-Zuteilung des Emissions-Restbudget
- Egerer, Elsa (2023): Wie gestaltend forschen? Zur Methodologie und Methode einer transdisziplinären Gestaltungsforschung zu volkswirtschaftlichen Fragen, Working Paper der Cusanus Hochschule Nr. 71.
- future economies Podcast: Hält Sustainable Finance, was es verspricht? (mit Elsa Egerer)
- Transkription der Interviewergebnisse (PDF zum Download)
- Weitere Publikationen, u. a. zu Wirkungskanälen von Finanztransaktionen sowie eine Kartographie zu Sustainable Finance, sind in Planung. Wenn wir Sie diesbezüglich auf dem Laufenden halten sollen, schreiben Sie gerne eine Mail an .
2022
Keine Beiträge gefunden.
2021
Keine Beiträge gefunden.
Erfahre mehr über unsere Hochschule:

Grüne Stadt der Zukunft
Während ihres Praktikums am IÖW organisierte Pina Schubert einen Stakeholder-Workshop, zu dem verschiedene Akteur:innen der Stadtplanung eingeladen waren, die ein Interesse an der Integration von Klimaanpassungsmaßnahmen in die Stadtentwicklung haben. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, welche Unterstützung in diesem Feld hilfreich wäre.

Ein Comic zur Demokratisierung der Ökonomie
Aus einem Design-Sprint im Modul Innovationen und Paradigmenwechsel im ökonomischen Denken heraus entwickelten Anne-Ly Redlich, Nathan Otto, Anne Ritter und Luis Peters den Comic „I, Pencil – At the Parliament of Things“, in dem sie sich kritisch mit den neoliberalen Narrativen des Ökonomen Milton Friedman auseinandersetzen.

Unternehmensdemokratie im GWÖ Unternehmen
Philip Euteneuer arbeitet bei Humanistic Management Practices zusammen mit seinen Kollegen daran, Demokratie, Mitbestimmung und Eigentum in Organisationen zu erforschen. Sie beschäftigen sich mit Einzelfällen und Best Practices von Gemeinwohlökonomie-Unternehmen, aus denen Beratungsangebote für Unternehmen und Bildungsangebote für Berufsschulen entwickelt werden.